Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Ende 2024 den „Arbeitskreis Gewaltschutz für Menschen mit Behinderungen“ eingerichtet, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden, Wissenschaft, Praxis und Selbstvertretung zusammenarbeiten, um den Gewaltschutz zu stärken. Die Mitglieder des Arbeitskreises haben den Wegweiser gemeinsam erarbeitet. Entlang von fünf Handlungsfeldern bündelt der Wegweiser zentrale Ansätze, die allen Beteiligten dabei helfen sollen, Menschen mit Behinderungen besser vor Gewalt zu schützen.
Eine Kunstinstallation gegen geschlechtsspezifische Gewalt
Im Kreishaus steht ein Stuhl. Ein einfacher Stuhl auf einer Palette, darauf eine weiße Rose mit einem schwarzen Satinband. Eine stille, aber eindringliche Mahnung. Die Künstlerin Anita Hopf-Kordes hat diese Installation geschaffen, um an Frauen zu erinnern, die aufgrund ihres Geschlechts ermordet wurden. Der leere Stuhl steht symbolisch für die, die nicht mehr da sind – Opfer von Femiziden, deren Platz für immer leer bleibt.
Doch die Installation ist mehr als ein Mahnmal der Trauer. Sie ist auch ein Aufruf zum Handeln. Neben wichtigen Informationen auf einer dabei stehenden Stellwand ist auch die Beratungsstelle Mannoman mit einem Banner vertreten, das auf einen wichtigen Aspekt aufmerksam macht der sich auch Männer richtet: „Echte Männer reden.“ Nicht schweigen, sondern sich Hilfe holen, bevor die Gewalt eskaliert.
Die Kunstinstallation, bestehend aus dem Stuhl, der Rose, dem Banner und einer bestückten Stellwand, ist den gesamten Monat März 2025 im Kreishaus zu sehen. Danach geht sie auf Wanderschaft, um in weiteren öffentlichen Räumen für Aufmerksamkeit zu sorgen. Denn solange der Stuhl leer bleibt, dürfen wir nicht aufhören, hinzusehen und zu handeln.
Mitglieder des AK Hochrisikofälle: femina vita, Frauenberatungsstelle Herford e.V., Weisser Ring, Polizei Nordrhein-Westfalen Kreis Herford, Kreis Herford Gleichstellungsstelle, Kreis Herford Kindertagesbetreuung, Soziale Dienste und Kinderschutz.
Was ist ein Hochrisikofall?
Als „Hochrisikofälle“ gelten Fälle von Häuslicher Gewalt, bei denen Frauen* und ggf. ihre Kinder Gefahr laufen, Opfer einer (versuchten) Tötung zu werden. Wird ein Hochrisikofall identifiziert oder es besteht der dringende Verdacht auf einen Hochrisikofall, kann der Arbeitskreis tätig werden. Der Arbeitskreis trifft sich 3–4-mal im Jahr, kann aber bei Bedarf jederzeit durch eine Mitgliedsorganisation einberufen werden.
Der Kreis der Teilnehmenden kann – je nach Sachlage – erweitert werden.
Wer ist im Arbeitskreis?
Der Arbeitskreis Hochrisiko ist ein Arbeitskreis, der sich aus dem Fachforum gegen Häusliche Gewalt des Kreis Herford gebildet hat. Zurzeit sind im Arbeitskreis vertreten die Frauenberatungsstelle Herford e.V. und Notruf, femina vita e.V. -Mädchenberatungsstelle, Kreisjugendamt, Kreispolizei, Kreis Gleichstellungsbeauftragte und der Weiße Ring.
Ziel des Arbeitskreises ist es, eine bestehende Gefährdungssituation herauszuarbeiten und schnell und adäquat Hilfs- und Unterstützungsangebote zu entwickeln.
Welche Ziele hat der Arbeitskreis darüber hinaus?
Ein weiteres Ziel des Arbeitskreises ist die Vernetzung, konkret: das Wissen, um die Arbeitsweise und Handlungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Institutionen zu vertiefen und das Angebot des Arbeitskreises bekannter zu machen.
Der Kontakt zu beiden getrenntlebenden Eltern ist das Leitbild der Trennungsfamilie im Familienrecht und in der Gesellschaft. Doch im Kontext von häuslicher Gewalt stellen sich Fragen: In welchem Verhältnis steht das Leitbild zum Schutz? Was tun, wenn die Eltern unterschiedliche Positionen vertreten, ob es Gewalt gegeben hat? Welche Bedeutung hat der Kindeswillen in solchen Umgangs- und Sorgerechtsverfahren? Diese und weitere Fragen wollen wir uns bei der Fachveranstaltung zum Umgangsrecht im Kontext häuslicher Gewalt stellen.
Was: Fachvortrag und anschließender Austausch mit Snack Wer: Jurist Dr. Thomas Meysen Wann: Mittwoch, den 11.10.2023, 12:00 Uhr Wo: Kreishaus Herford, Amtshausstraße 3, 32051 Herford, Raum 300
Sie sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen, sich selbst einzubringen, Fragen zu stellen und sich nachher mit den Teilnehmenden bei einem Snack weiter auszutauschen.
Die Teilnahme am Fachforum ist kostenfrei. Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 04.10.2023 über die E-Mail-Adresse: gleichstellung@kreis-herford.de Wir freuen uns auf einen informativen Nachmittag und einen lebhaften und fachlichen Austausch zu diesem Thema.
wir freuen uns in diesem Jahr wieder eine Fortbildung zum Thema Häusliche Gewalt im Leben von Frauen und Kindern für Mitarbeitende in Kindertagesstätten und im Offenen Ganztag im Kreis Herford anbieten zu können.
Häusliche Gewalt ist weiterhin ein aktuelles Thema im Leben von vielen Frauen – die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet einen Anstieg der Einsätze wegen Häuslicher Gewalt. Um Frauen und Kinder Unterstützung anbieten zu können ist es wichtig, dass insbesondere die Fachpersonen, die eng mit Familien zusammenarbeiten, gut informiert sind und keine Scheu vor dem Thema Häusliche Gewalt haben.
Aus diesem Grund möchten wir in unserer Fortbildung Informationen, Handlungsmöglichkeiten und Folgen von aktueller und zurückliegender Gewalterfahrung vermitteln. Dabei möchten wir auch auf die Situation von Kindern eingehen, die Häusliche Gewalt zwischen den Eltern erleben.
Die zweitägige Fortbildung findet am 16.11.23 und am 30.11.23 in Herford statt. Die Fortbildung wird vom Fachforum gegen Häusliche Gewalt im Kreis Herford angeboten.
Anmeldungen können bis zum 15.10.23 über folgenden Link erfolgen:
Bei Fragen können Sie sich gerne an die Frauenberatungsstelle Herford e.V. und Notruf unter 05221 88 99 000 oder info@frauenberatungsstelle-herford.de wenden. Diese E-Mail können Sie an andere Interessierte gerne weiterleiten.
Den Flyer ,,Gewalt ist keine Lösung‘‘ des Fachforums gegen Häusliche Gewalt gibt es ab sofort auch in Ukrainischer Sprache.
Neben der Übersicht der Hilfsangebote im Kreis Herford werden auch weiterhin die überregionalen Telefonberatungsangebote wie das Hilfetelefon – Gewalt gegen Frauen – in 17 Sprachen und das Hilfetelefon Gewalt an Männern aufgeführt, die Betroffene von häuslicher Gewalt unterstützen.
Erhältlich ist der Flyer jetzt somit in 8 verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Kurdisch, Arabisch, Türkisch und nun auch Ukrainisch. Diese liegen in den Rathäusern und Beratungsstellen des Kreises Herford aus. Sie können sich den Flyer aber auch unter https://web.kreis-herford.de/s/haeuslichegewalt herunterladen.
Falls Sie an dem Flyer ,,Gewalt ist keine Lösung‘‘ auf Ukrainisch oder einer anderen Sprache interessiert sind, wenden Sie sich an gleichstellung@kreis-herford.de und wir senden Ihnen dann Ihre gewünschte Anzahl zu.
Am 25.11.2022, dem internationalen Tag „Gegen gewalt an Frauen und Mädchen“ haben das Fachforum gegen Häusliche Gewalt und die Frauen- und Mädchenberatungsstellen im Kreis Herford zur Demo „Frauen und Mädchen gemeinsam stark“ aufgerufen. Gemeinsam haben wir lautstarm und mit musikalischer Unterstützung der Sambagruppe „Lesbenitas“ auf das Thema „gegen Gewalt an Mädchen und Frauen“ aufmerksam gemacht. Der Demozug startete am kreishaus in Herford und verlief dann über „Auf der Freiheit“, der „Berliner Straße“ und der Fußgängerzone bis zum Endpunkt am Rathaus in Herford. Zu Beginn gab es ein Grußwort vom Landrat Jürgen Müller, während am Rathaus der stellvertretende Bürgermeister Herr Bischopf die Abschlussworte sprach.
Zum dritten Mal werden Bäckereien und kleinere Läden im Kreis Herford und Minden-Lübbecke rund um den 25. November besondere Brötchentüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verteilen.
Auf den Brötchentüten wird genau wie die Jahre zuvor das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, welches unter der Nummer 08000 116 016 rund um die Uhr in 17 verschiedenen Sprachen berät, abgedruckt sein. Initiiert wurde die Aktion auch in diesem Jahr von den Soroptimistinnen Lübbecker Land und Bad Oeynhausen/Wittekindsland. Ein kleiner Erfolg ist, dass in diesem Jahr die Beteiligung der umliegenden Bäckereien, der kleineren Läden sowie Tafeln noch größer ist als im Jahr zuvor.
Das Ziel ist, eine breite Öffentlichkeit für das Thema Häusliche Gewalt zu sensibilisieren. „In Deutschland ist jede dritte Frau von Gewalt betroffen. Deswegen ist es besonders wichtig auf das Thema aufmerksam zu machen“, erklärt Karola Althoff-Schröder, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herford. „Mit dem niederschwelligen Angebot hoffen wir, viele Betroffene zu erreichen und auf Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.“, ergänzt Amelie Witte, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Herford.
„Gerade in dieser Zeit freuen wir uns sehr, dass die Aktion wieder stattfindet, da wir die gespendeten Tüten gut für die Verteilung von Lebensmitteln gebrauchen können.“ berichtet Barbara Beckmann, 1. Vorsitzende des Vereins Herforder Tafel e.V.
Die Brötchentüten werden von den Bäckereien, Tafeln und kleineren Läden zwischen dem 18.11.2022 und dem 25.11.2022 verteilt.
Bäckereien und Läden die dieses Jahr an der Aktion teilnehmen werden:
· Bäckerei Erdbrügger
· Bäckerei Strack
· Bäckerei Schnarre
· Biobäckerei Farina – Pustekuchen GmbH
· Bäckerei Schuster
· Karlchens Backstube
· Bäckerei Heidenreich
· Bäckerei Simon
· Bäckerei Tante Serap und Onkel Walter
· Bäckerei Leuning
· Unverpacktladen PUR: PRODUKT gGmbH
· Bioladen Ulenburg
· Tafel Herford
· Tafel Bad Oeynhausen & Vlotho
· Tafel Melle/Ausgabe Bünde
Die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ wird regelmäßig in verschiedenen Regionen in Deutschland mit großem Erfolg durchgeführt. Sie hat in den letzten Jahren, bei uns im Kreis Herford, große mediale Aufmerksamkeit bekommen.
Jede 3. Frau in Deutschland ist von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen!
25 % aller Frauen Erleben sexuelle und/oder körperliche Gewalt in ihrer Partnerschaft!
Am 25. November ist wie jedes Jahr der internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Auch im Kreis Herford wird mit regelmäßigen Veranstaltungen und einer Fahnenaktion rund um diesen Tag an die vielen Frauen gedacht, die weltweit und vor Ort verschiedensten Formen von Gewalt ausgesetzt sind.
Das Fachforum gegen Häusliche Gewalt wird in einer Fachveranstaltung am Dienstag, den 15.11.2022 in der Zeit von 13:00 bis 16:00 Uhr zu den neuen Herausforderungen und Dimensionen, welche die Digitalisierung von Häuslicher Gewalt mit sich bringt, informieren und einen Überblick über die verschiedenen technischen Möglichkeiten geben.
Anmeldungen sind ab sofort über folgenden Link möglich:
Die Veranstaltung ist vorerst in Präsenz geplant. Je nach Pandemiegeschehen behalten wir uns vor, den Fachtag als Online-Veranstaltung über die Plattform Zoom anzubieten.
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