Presse

Die Fahnen wehen im Kreis Herford – Fahnenaktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Ein sichtbares Zeichen rund um den 25. November, dem internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, setzt der Kreis Herford gemeinsam mit seinen Kommunen mit der Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt.“ Dazu wehen vom 16.11.21 bis zum 28.11.21 die Fahnen vor dem Kreishaus und den Rathäusern im Kreis Herford.

Seit 2001 veranstalten die Gleichstellungsbeauftragten, Mädchen- und Frauenprojekte und andere Institutionen im Kreis Herfordim November verschiedene Aktionen und Veranstaltungen, um auf das Thema Häusliche Gewalt aufmerksam zu machen. Denn noch immer ist Gewalt an Frauen und Mädchen alltäglich. Im Kreis Herford gibt es jährlich rund 300 Polizeieinsätze wegen Häuslicher Gewalt. Die Dunkelziffer ist allerdings viel höher. Gerade durch die Corona-Pandemie hatten Frauen und Mädchen weniger Möglichkeiten sich Hilfe zu holen.

In diesem Jahr findet außerdem im Rahmen der Novemberaktionen am 18. November von 13.30 Uhr bis 16 Uhr der Online-Fachvortrag statt, der sich mit der 2014 in Kraft getretenen Istanbul-Konvention befasst, die 2017 auch von Deutschland ratifiziert wurde. Anmeldungen sind noch www.kreis-herford.de/FachtagFachforum möglich.

Außerdem findet auch in diesem Jahr wieder die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ mit dem Hinweis auf das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen statt, an der sich Bäckereien und kleinere Läden aus den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke beteiligen. Zudem beteiligen sich der Kreis und die Kommunen dieses Jahr an der UN-Frauen-Kampagne „Orange the World“, um sich für ein Ende von Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzusetzen und indem in der Zeit vom 23.11 bis zum 28.11.2021 Rathäuser und weitere Gebäude im Kreis Herford orange beleuchtet werden.

Fahnenaktion in den Städten und Gemeinden im Kreis Herford

Stadt Vlotho – Bürgermeister Rocco Wilken und Gleichstellungsbeauftragte Nicole Schweitzer
Stadt Löhne – Gleichstellungsbeauftragte Monika Lüpke und Bürgermeister Bernd Poggemöller
Stadt Bünde – Gleichstellungsbeauftragte Dorit Bethke, UWG-Ratmitglied Armin Kuschel, DR. Bärbel Ebel und Brigitte Sundermann von terre des femmes

Gemeinde Hiddenhausen – Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Herford),
Bürgermeister Andreas Hüffmann,
Gleichstellungsbeauftragte Andrea Stroba

Kreis Herford – v.r.: Amelie Witte, Gleichstellungsbeauftragte Simona Langenberg und Landrat Jürgen Müller

Stadt Herford – Bürgermeister Tim Kähler und Gleichstellungsbeauftragte Karola Althoff-Schröder

Gemeinde Kirchlengern – Bürgermeister Rüdiger Meier und Gleichstellungsbeauftragte Britta Steffen
Stadt Enger – Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Harder-Möller, Daniela Albrecht Frauenhaus Herford, Marita Brink-Stucht, Sibylle Thiel

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Gewalt kommt nicht in die Tüte- erfolgsreiche Aktion wird auch 2021 durchgeführt

Brötchentütenaktion

Auch im Jahr 2021 wird sich das Fachforum gegen Häusliche Gewalt wieder gemeinsam mit dem Soroptimistinnen und den Gleichstellungsstellen im Kreis Herford und Kreis Minden-Lübbecke für die Aktion engagieren und kostenfreie Brötchentüten verteilen. Bei der Aktion erhalten die beteiligten Bäckereien im Kreis Herford kostenlose Brötchentüten und Plakate, die sie rund um den 25.November 2021, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in den Bäckereien nutzen können. Mit den Brötchentüten soll Gewalt gegen Frauen und Mädchen thematisiert werden und das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen bekannt gemacht werden.

Interessierte Bäckereien können sich gerne unter gleichstellung@kreis-herford.de melden.

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Neue Flyer „Gewalt ist keine Lösung“ des Fachforums gegen Häusliche Gewalt im Kreis Herford

Hilfsangebote, an die sich Betroffene von häuslicher Gewalt wenden können, sind gerade in der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Deswegen hat das Fachforum gegen Häusliche Gewalt im Kreis Herford seinen Flyer mit örtlichen Hilfsangeboten zur Unterstützung bei häuslicher Gewalt überarbeitet und neu aufgelegt. „Viele Menschen verbringen im Moment mehr Zeit zu Hause und die Konflikte und die Fälle von häuslicher Gewalt nehmen stetig zu. Betroffene brauchen in diesen Situationen schnelle und übersichtliche Informationen, wo sie Hilfe und Beratungsmöglichkeiten finden können“, erklärt Simona Langenberg, Gleichstellungsbeauftragte des Kreis Herford.

Der Bedarf nach Hilfsangeboten zeigt sich auch beim Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik NRW. 2020 gab es insgesamt 29.155 Fälle von häuslicher Gewalt, davon waren 70 % der Betroffenen Frauen. „Wir vermuten jedoch, dass die Dunkelziffer höher ist und die Zahlen im Laufe des Jahres 2021 weiter steigen werden.“, erklärt Gerlinde Krauß-Kohn von der Frauenberatungsstelle Herford e.V. und Notruf.

Neben der Übersicht der Hilfsangebote im Kreis Herford werden auch die überregionalen Telefonberatungsangebote wie das Hilfetelefon – Gewalt gegen Frauen – in 17 Sprachen und das Hilfetelefon Gewalt an Männern aufgeführt.

Erhältlich ist der Flyer in sechs verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Kurdisch, Arabisch) und liegt in den Rathäusern und Beratungsstellen aus. Die Flyer können beispielsweise unter https://web.kreis-herford.de/s/haeuslichegewalt sowie auf den weiteren Seiten der Gleichstellungsbeauftragten heruntergeladen werden.

Zudem können die Flyer „Gewalt ist keine Lösung“ per E-Mail im Gleichstellungsbüro des Kreises Herford unter gleichstellung@kreis-herford.de angefragt werden und werden dann zugeschickt.

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Online-Fachtag „Femizide und Umgang mit Hochrisikofällen in der Praxis“

Am 25.11.2020, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, fand der Online-Fachtag „Femizide und Umgang mit Hochrisikofällen in der Praxis“ des Fachforums gegen Häusliche Gewalt, passend zum Gedenktag, statt.

Über 70 Fachleute aus Polizei, Jugendämtern, Justiz und Beratungsstellen nahmen an der Online-Veranstaltung teil. Durch das neue Online-Format konnten nicht nur die regionalen, sondern auch überregionale Fachleute erreicht werden. Eröffnet wurde das Fachforum durch Polizeidirektor Dirk Zühlke der Kreispolizeibehörde Herford, der den Wert der örtlichen Kooperationen beim Einsatz gegen Häuslichen Gewalt unterstrich. Er zeigte sich daran interessiert die Erkenntnisse aus dem Fachtag in die örtliche Polizeipraxis zu übertragen.

Frau Dr. Monika Schröttle erläuterte die gesellschaftlichen Hintergründe und den Forschungsstand zu Femiziden, also Morden an Frauen, weil sie Frauen sind. Dabei finden die meisten Gefährdungen im partnerschaftlichen Kontext bzw. in Trennungssituationen statt. Gleichzeitig ging sie darauf ein, was Gefährdungssituationen ausmacht und was gute Präventionsmaßnahmen sind.

Danach stellte Frau Monika Holtkamp, das Osnabrücker Modell des Fallmanagements bei Hochrisikofällen als wirksame Maßnahme zum Schutz von Frauen vor. Im Nachbarkreis ist es gelungen die unterschiedlichen Fachstellen in Fallkonferenzen an einen Tisch zu bringen und gemeinsame Maßnahmen zu verwirklichen. Anhand eines Fallbeispiels wurde klar, wie umfangreich die Polizeiarbeit in außergewöhnlichen Lagen sein muss, um das Leben von betroffenen Frauen zu schützen.

Alle Beteiligten zogen das gemeinsame Fazit, dass Prävention Wissen und Kooperation der Fachstellen vor Ort benötigt. Das Koordinierungsteam des Fachforums wird daran arbeiten, die Erkenntnisse des Fachtages in die örtliche Praxis einfließen zu lassen.

Infos zu den Beratungsstellen finden sie unter https://www.hilfe-haeusliche-gewalt.de/beratungsstellen-kreis-herford/

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